12.–19. Juni 2026 · Frankfurt am Main
26. Türkisches Filmfestival Frankfurt/M. International · 12.–19. Juni 2026

Die gemeinsame Sprache
der Kulturen: Kino.

Kino ohne Grenzen

Das 26. Türkische Filmfestival Frankfurt/M. International lädt in diesem Jahr dazu ein, das Kino neu zu denken – nicht nur als eine Form des Erzählens, sondern als eine Sprache, die Grenzen überwindet und das gemeinsame Gedächtnis der Menschheit formt. Jenseits von Bild und Ton trägt dieser Raum, in dem Erfahrungen, Brüche und Hoffnungen aufeinandertreffen, die Kraft in sich, unterschiedliche Kulturen in demselben Gefühl, im selben Augenblick, miteinander zu vereinen.

Die inhaltliche Achse des Festivals berührt in diesem Jahr die tiefsten Verwerfungslinien unserer Zeit. Unter dem Thema „Migration“ tritt die Wahrheit, dass Vertreibung nicht nur ein geographischer, sondern ein existenzieller Zustand ist, im Spiegel des Kinos erneut hervor. Mit dem Panel „Auswirkungen von Krieg und Wirtschaftskrise auf das Kino: Koproduktionen“ eröffnet das Festival eine Diskussion darüber, welche Kooperationen inmitten von Zerstörung entstehen und wie das Kino in Krisenzeiten neue ästhetische und ethische Formen hervorbringt. In diesem Zusammenhang wird das Kino nicht nur zum Zeugen, sondern zu einem Subjekt, das neu aufbaut.

Das 26. Türkisches Filmfestival Frankfurt/M. International positioniert das Kino in diesem Jahr als einen Ort der Begegnung: als ein Medium, das dort spricht, wo Sprachen verstummen, das dort überwindet, wo Grenzen gezogen werden, und das dort verbindet, wo Unterschiede sich zuspitzen. Denn das Kino ist letztlich die poetischste Form unserer Möglichkeit, einander zu verstehen.

Kino
ohne
Grenzen!

Das Festival wird sich auch in diesem Jahr nicht auf Frankfurt beschränken. Das türkische Kino wird in einer Vielzahl von Städten wie Offenbach, Wiesbaden, Dietzenbach, Rodgau, Rödermark, Langen, Ginsheim-Gustavsburg und Hofheim einem breiten Publikum präsentiert. Darüber hinaus werden Sondervorführungen unter freiem Himmel, in Schulen und Gefängnissen sowie Begegnungen in Seniorenheimen und kulturelle Workshops realisiert, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen ansprechen.

Ehrenpreise 2026

Unvergessliche Gesichter des Kinos
Vahide Perçin
Vahide Perçin
Schauspielerin
Biografie ↓
Erdal Özyğcılar
Erdal Özyağcılar
Schauspieler
Biografie ↓
Sibel Kekilli
Sibel Kekilli
Schauspielerin
Biografie ↓
Ayten Uncuoğlu
Ayten Uncuoğlu
Schauspielerin
Biografie ↓
Tamer Yiğit
Tamer Yiğit
Schauspieler
Biografie ↓
Coşkun Göğen
Coşkun Göğen
Schauspieler
Biografie ↓
Yılmaz Zafer
Posth. Ehrenpreis
Yılmaz Zafer
Vefa-Preis
Biografie ↓
Vahide Perçin
Vahide Perçin
Ehrenpreis

Vahide Perçin wurde am 13. Juni 1965 in İzmir geboren und schloss ihr Theaterstudium an der Dokuz Eylül Universität als Jahrgangsbeste ab. Sie sammelte umfangreiche Bühnenerfahrung an den Staatstheatern, bevor sie 2003 mit der Serie „Bir İstanbul Masalı“ ihre Fernsehkarriere startete. Mit Hauptrollen in Produktionen wie „Muhteşem Yüzyıl“, „Adını Feriha Koydum“ und „Anne“ eroberte sie ein breites Publikum. Den Höhepunkt ihres Erfolgs erreichte sie mit der ikonischen Rolle der „Hünkâr Yaman“ in „Bir Zamanlar Çukurova“; zuletzt wurde sie für ihre Leistung in „Aldatmak“ gefeiert. Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sie sich auch für die Förderung junger Talente.

Erdal Özyğcılar
Erdal Özyğcılar
Ehrenpreis

Erdal Özyğcılar wurde 1948 in Bursa geboren und trat nach seinem Abschluss am Istanbuler Stadtkonservatorium 1966 mit Atıf Yılmaz’ Film „Ölüm Tarlası“ ins Filmgeschäft ein. Er stand an den Theatern Kenter und Dormen auf der Bühne und prägte das goldene Zeitalter des türkischen Kinos mit Kultfilmen wie „Kibar Feyzo“, „Çöpçüler Kralı“ und „Züğürt Ağa“. Im Fernsehen wurde er als „Şükrü“ in „Bizimkiler“ zum Publikumsliebling und hinterließ mit Serien wie „Yabancı Damat“ und „Elveda Rumeli“ bleibende Eindrücke. Mit seiner Bandbreite von Drama bis Komödie und einer Auszeichnung als „Bester Nebendarsteller“ beim Antalya Golden Orange Film Festival zählt er seit über 50 Jahren zu den beliebtesten Schauspielern des türkischen Kinos.

Sibel Kekilli
Sibel Kekilli
Ehrenpreis

Sibel Kekilli, geboren am 16. Juni 1980 in Deutschland, ist eine preisgekrönte Schauspielerin türkischer Herkunft. Ihre Schauspielkarriere begann sie mit Fatih Akıns Film „Gegen die Wand“ (2004), mit dem sie international den Durchbruch schaffte. Für diese Rolle gewann sie unter anderem den Preis als „Beste Darstellerin“ bei den Berliner Filmfestspielen. Die in Heilbronn geborene und aufgewachsene Kekilli wirkte im Laufe ihrer Karriere in zahlreichen deutschen und europäischen Produktionen mit und fiel stets durch ihr kraftvolles Spiel auf. Mit ihrer Rolle der Shae in der Serie „Game of Thrones“ erreichte sie ein weltweites Publikum.

Ayten Uncuoğlu
Ayten Uncuoğlu
Ehrenpreis

Ayten Uncuoğlu studierte Theater an der Universität Ankara und begann ihre Karriere im Ensemble des TRT Ankara Radiotheaters. Sie wechselte 1988 mit dem Film „Bir Tren Yolculuğu“ zur Leinwand und wurde einem breiten Publikum durch die unvergeßliche Rolle der „Direktorin Nazime“ in der Serie „Çılgın Bediş“ (1996–2001) bekannt. In zahlreichen populären Serien und Filmen wie „Aliye“, „Kavak Yelleri“ und „Gönül Dağı“ verkörperte sie charakterstarke Rollen und blieb auch auf der Theaterbühne aktiv. Mit ihrem fundierten Theaterhintergrund zählt Uncuoğlu zu den angesehenen Persönlichkeiten der türkischen Kunstwelt.

Tamer Yiğit
Tamer Yiğit
Ehrenpreis

Tamer Yiğit (Özyiğitoğlu) trat ins Filmgeschäft ein, als er 1962 den Titelstar-Wettbewerb der Zeitschrift „Ses“ gewann. Mit seinem ersten Film „Daima Kalbimdesin“ (1962) startete er seine Karriere und gehörte in den 1960er und 70er Jahren als einer der charismatischsten Hauptdarsteller Yeşilçams zu den beliebtesten männlichen Schauspielern seiner Zeit – mit annähernd 200 Filmen in den Genres Action, Liebesfilm und Drama. Nach einer Pause ab 1979 kehrte er 1987 in Charakter- und Serienrollen zurück und hinterließ in zahlreichen Klassikern des türkischen Kinos einen unvergeßlichen Eindruck.

Coşkun Göğen
Coşkun Göğen
Ehrenpreis

Coşkun Göğen, einer der markantesten Bösewichte des türkischen Kinos, wurde am 14. Juni 1946 in Istanbul geboren. Er begann seine Laufbahn als Tänzer und trat 1962 im Alter von 17 Jahren in die Yeşilçam-Welt ein. Ab den 1970er Jahren prägte er sich durch seine Schurkenrollen ins kollektive Gedächtnis ein. Mit über 400 Filmrollen verkörperte er Banditen, Taschendiebe, Hippies und komische Schurken. Mit seinem unverwechselbaren Lachen gelang es ihm, selbst Bösewichte sympathisch wirken zu lassen. Göğen lebt seit vielen Jahren in Antalya und repräsentiert Yeşilçam weiterhin bei Filmveranstaltungen.

Yılmaz Zafer
Yılmaz Zafer
Vefa-Preis — Posth. Ehrenpreis

Der am 4. September 1956 in Istanbul geborene Yılmaz Zafer begann seine künstlerische Laufbahn im Fatih Halkevi. Mit seiner Leidenschaft für die Schauspielerei sammelte er Erfahrungen an renommierten Bühnen wie den İstanbul Şehir Tiyatroları und dem Gülriz Sururi-Engin Cezzar Theater. Ab 1976 im Kino tätig, wurde er dank seines Aussehens und Talents schnell zu einem der gefragtesten Hauptdarsteller Yeşilçams. Besonders mit seinen Leistungen in Atıf Yılmaz’ Filmen wie „Adı Vasfiye“, „Dul Bir Kadın“ und „Aaah Belinda“ hinterließ er beim Kinopublikum einen bleibenden Eindruck. Der Künstler, der in über 40 Filmen mitwirkte, heiratete 1987 Perihan Savaş und gründete gemeinsam mit seiner Frau die Produktionsfirma Yönetim Film. Yılmaz Zafer verstarb im Alter von nur 38 Jahren und hinterließ unvergessliche Leistungen.

Finalisten 2026

Geschichten, die bewegen
01Tavşan İmparatorluğuSeyfettin Tokmak
02O da Bir Şey miPelin Esmer
03Gündüz Apollon Gece AthenaEmine Yıldırım
04BarseloErdem Yener
05Buradayım İyiyimEmine Emel Balcı
06Sahibinden RahmetGözde Yetişkin · Emre Sert
07GülizarBelkıs Bayrak
08Bildiğin Gibi DeğilVuslat Saraçoğlu
09Aldığımız NefesŞeyhmus Altun
10PerdeÖzkan Çelik
11NoirRagıp Ergün

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